Textfeld: Verein zur Unterstützung basisdemokratischer Bewegungen

Namibische Gewerkschaften und die Vernetzung gegen den Neoliberalismus ...

„Unser Prinzip: Wohlstand für alle!“

Interview mit einem namibischen Gewerkschafter

 

Zur Lage der Farmarbeiter in Namibia

 

Alternativen zum Neoliberalismus im Südlichen Afrika

Namibia macht es vor:

Grundeinkommen für alle

 

Learning from the pogroms

Alfred Angula ist Generalsekretär der Namibian Farm Workers Union (NaFWU). Kaspar v. Loeben hat im Oktober 2007 mit ihm über die Schwierigkeiten bei der Organisierung der besonders rechtlosen Landarbeiter gesprochen. Die Gewerkschaft zählt ca. 12.000 Mitglieder, darunter ein hoher Anteil von Saisonarbeitern aus den Weinanbaugebieten Namibias. Das Interview wurde erstmals in der Neuen Rheinischen Zeitung, Online-Flyer Nr.116 veröffentlicht.

2002 hat die Namibian Farm Workers Union (NaFWU) für die 26.000 namibischen Farmarbeiter einen Mindestlohn durchgesetzt. Trotzdem, so eine Studie des gewerkschaftsnahen Labour Resource und Research Institute, LaRRi, wird dieser nur auf etwa der Hälfte der Farmen auch bezahlt. Den hier veröffentlichen Bericht zur aktuellen Situation hat das LaRRI im September 2008 zusammengestellt.

Entwicklungsstrategien können nicht den so genannten Experten überlassen werden, schon gar nicht denen der globalen Organisationen, die als Vorreiter des Neoliberalismus agieren, wie die Weltbank, der Weltwährungsfonds, die Welthandelsorganisation oder die G8-Staaten. Es muss statt dessen eine Umkehr zu Basisdemokratie stattfinden, die dem Volk die Initiative zurückgibt. ANSA macht Vorschläge für eine Entwicklungsstrategie.

In Namibia kämpft ein Zusammenschluss aus Kirchen, Gewerkschaften, AIDS-Organisa-tionen und anderen Nicht-Regierungsorganisationen um ein Grundeinkommen für alle. In Otjivero im Omitara-Distrikt im Osten Namibias hat sie vor einem halbe Jahr ein Pilot-projekt gestartet. 1.000 Menschen bekommen seitdem eine - wenn auch geringe -monat liche Unterstützung. Doch schon diese hat sich positiv auf ihre Situation ausgewirkt.

Die Pogrome in Südafrikas Armenvierteln im Mai 2008 haben 62 Menschen das Leben gekostet und Zehntausende von Flüchtlingen und Migranten aus ihren Unterkünften vertrieben. Das Schema ist bekannt: Die Gewalt richtet sich nicht gegen die, die die gegenwärtige Wirtschaftspolitik tragen. Auch das korrupte zimbabwische Regime und der es stützende südafrikanische Präsident werden nicht verantwortlich gemacht für die zahlreichen Flüchtlinge aus dem Nachbarland, sondern die Flüchtlinge selbst.

Der Traum von der südafrikanischen Regenbogennation hat schweren Schaden genommen. Hein Marais hat sich in „Learning from the Pogroms“, zuerst veröffentlicht in der südafrikanischen Zeitschrift Amandla!, mit den Ursachen der Pogrome befasst und nach Gegenstrategien Ausschau gehalten.

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