Textfeld: Verein zur Unterstützung basisdemokratischer Bewegungen

„Identifikation, Schuld, Projektion“

Deutsche und der Nahost-Konflikt

 

Inhalt des Seminars ist die Problematik deutscher Beschäftigung mit dem Nahost-Konflikt vor dem Hintergrund der deutschen Gegenwart und Vergangenheit.

Es soll der Raum geöffnet werden für eine differenzierte Auseinandersetzung mit scheinbaren oder tatsächlichen Denkverboten, Tabus und kulturellen Wahrnehmungsmustern. Anhand eines gemeinsamen geschichtlichen Rückblicks, aber auch der Erfahrungen der TeilnehmerInnen kommen auch heikle Themen auf den Tisch: Holocaust-Vergleiche, der Umgang mit „Totschlag“-Argumenten, mit Tabus und die eigenen Ängste, die den Blick auf den Nahost-Konflikt trüben können.

Es handelt sich um ein 2 1/2—tägiges Seminar. Der Verlauf ist erfahrungs– und prozessorientiert und erfordert eine aktive Beteiligung der TeilnehmerInnen.

Zum selben Thema bieten wir auch einen Powerpoint-gestützten Vortrag an.

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„Hand in Hand?“

Israelische und palästinensische Gewerkschaften im Nahostkonflikt

Welche Funktion können israelische und palästinensische Gewerkschaften im Nahost-Konflikt übernehmen und wie können sie zu einer friedlichen und gerechten Lösung beitragen? Vor dem Hintergrund ihrer Entstehungsgeschichte wird die Rolle israelischer und palästinensischer Gewerkschaften in ihrer jeweiligen Gesellschaft aufgezeigt und so der Bogen zu ihrer Rolle im Nahostkonflikt geschlagen.

 

Welche Ideologien treiben sie an, welche Positionen nehmen sie ein? Welche Koope-

rationsvereinbarungen gibt es und wie werden diese umgesetzt? Gibt es Beispiele gelungener gemeinsamer Aktionen und Zusammenarbeit? Und nicht zuletzt: Welche zivilgesellschaftlichen Akteure außerhalb des offiziellen Gewerkschaftsrahmens engagieren sich für die Rechte der Arbeiter in der Region?

 

Die Veranstaltung ist als Powerpoint-gestütztes Referat mit anschließender Diskussion konzipiert. Dauer: ca. 2 Std.

Wenn alle verlieren ...

Israelis, Palästinenser, Migranten und der israelische Arbeitsmarkt

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern hat auch den israelischen Arbeitsmarkt von Grund auf verändert. Für die Palästinenser - seit 1967 billige Handarbeiter auf israelischen Farmen und Baustellen - ist es im Gefolge des Oslo-Abkommens immer schwerer geworden, in Israel zu arbeiten; die Erwerbslosigkeit unter den palästinensischen BürgerInnen Israels beträgt derzeit über 10 %, obwohl sie landesweit auf 6 % gesunken ist. Gleichzeitig arbeiten offiziell ca. 90.000 Migranten (inoffiziell weitere 100.000) aus Thailand, dem ehemaligen Ostblock etc. zu Dumpinglöhnen und unter schlechten Bedingungen in israelischen Betrieben— und auch unter jüdischen Israelis wächst die Kluft zwischen Arm und Reich.

Unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation werden die Zusammenhänge und Hintergründe dieser Entwicklungen dargestellt. Dauer: ca. 2 Std.